Reinkarnationsmethode und Hypnosystemik

Regressions-und Reinkarnations-Therapie Kombination mit der Hypnosystemik 


Regressions-und Reinkarnations-Therapie Kombination mit der Hypnosystemik

 Die Verbindung von Reinkarnation (Rückführung in frühere Leben) und Hypnosystemik (nach Gunther Schmidt, basierend auf Milton Erickson) ist ein spezialisierter Ansatz, der hypnotische Techniken nutzt, um tiefsitzende Muster zu verstehen und zu verändern.

  • Hypnosystemischer Ansatz: Dies ist ein ressourcenorientiertes Verfahren, das systemische Konzepte mit Hypnotherapie verbindet. Es arbeitet mit unwillkürlichen Prozessen, um vorhandene Problemlösungskompetenzen zu reaktivieren. Es geht um Würdigung, Kompetenzorientierung und den Kontext des Erlebens.
  • Reinkarnationstherapie (Rückführung): Hierbei handelt es sich um eine Technik, bei der Klienten mittels Hypnose in vergangene Leben (oder tief im Unterbewusstsein verankerte Erinnerungen) geführt werden.
  • Synthese: In der Praxis nutzen Therapeuten Rückführungen, um "negative Verankerungen" zu lösen. Das persönliche Glaubenssystem an Wiedergeburt ist dabei oft zweitrangig; die erlebten Bilder werden als Projektionen des Unbewussten genutzt, um im Hier und Jetzt positive Energiequellen zu erschließen.
  • Haltung: Der hypnosystemische Ansatz lehnt Fremdbeeinflussung ab. Daher wird die Rückführung eher als eine Reise in das eigene, unendliche Wissensarchiv des Unbewussten betrachtet, statt als wörtliche Wahrheit. 

Grundprinzipien dieser Kombination

  1. Fokus auf Ressourcen: Nicht das Problem, sondern die "Lösungsfähigkeit" wird reaktiviert.
  2. Kontextualisierung: Die in der Rückführung erlebten "früheren Szenen" werden als Metaphern verstanden, die helfen, aktuelle Probleme (Symptome) zu verstehen und umzustrukturieren.
  3. Eigenkompetenz: Der Ansatz stärkt das Selbstvertrauen, indem er davon ausgeht, dass die Lösung im Klienten liegt.
  4. Umgang mit Inhalten: Es wird nicht unterschieden, ob die Bilder aus einem echten früheren Leben stammen oder "nur" aus dem tiefen Unterbewusstsein, solange sie therapeutisch hilfreich sind. 

Praxis und Anwendung

  • Zweck: Lösung von Ängsten, Blockaden oder Beziehungs-Mustern, deren Ursprung nicht im aktuellen Leben gefunden wird.
  • Struktur: Typischerweise umfasst dies ein Vorgespräch, die Hypnoseinduktion, die Rückführungssitzung und die hypnosystemische Nachbesprechung zur Integration.
  • Spezialisierung: Die Rückführung wird oft von ausgebildeten Hypno-Coaches oder Heilpraktikern für Psychotherapie angeboten. 

Die Reinkarnationshypnose ist somit ein Werkzeug innerhalb der hypnosystemischen Arbeit, um den "Erlebenszustand" zu verändern und blockierte Potenziale zu nutzen.

 

Der Nutzen für Klienten liegt bei beiden Ansätzen in der Aktivierung unbewusster Ressourcen und der Überwindung von Problemtrancen, auch wenn die methodischen Wege dorthin unterschiedlich sind.

Nutzen der Hypnosystemik

In der Hypnosystemik wird davon ausgegangen, dass Klienten alle notwendigen Kompetenzen zur Lösung bereits in sich tragen. 

  • Selbstwirksamkeit: Klienten lernen, wie sie Probleme unbewusst selbst konstruieren, und entwickeln dadurch die Macht, diese Konstruktionen gezielt zu verändern.
  • Lösungstrance: Statt in einer „Problemtrance“ zu verharren, wird die Aufmerksamkeit auf hilfreiche Ausnahmen und vorhandene Fähigkeiten gelenkt.
  • Kurzzeit-Fokus: Der Ansatz ist oft hocheffizient und zielt auf schnelle, nachhaltige Veränderungen in konkreten Alltags- oder Arbeitskontexten ab.
  • Augenhöhe: Die Beziehung zwischen Therapeut und Klient ist partnerschaftlich; die Eigenverantwortung des Klienten steht im Zentrum. 

Nutzen der Reinkarnationstherapie 

Hier dienen Bilder aus (hypothetischen) früheren Leben als tiefenpsychologische Metaphern zur Bearbeitung aktueller Blockaden. 

  • Ursachenklärung: Klienten finden in den Rückführungsbildern oft Erklärungen für scheinbar grundlose Ängste oder sich wiederholende Lebensmuster.
  • Emotionale Entlastung: Durch das Erleben und Verstehen "alter" Traumata im geschützten Rahmen der Trance können emotionale Lasten im Hier und Jetzt losgelassen werden.
  • Sinnstiftung: Die Methode fördert oft ein tieferes Verständnis des eigenen Lebensweges und kann zu mehr innerem Frieden und Gelassenheit führen.
  • Persönliches Wachstum: Auch ohne religiösen Glauben an Reinkarnation können die inneren Bilder als wertvolle Botschaften des Unbewussten zur Heilung genutzt werden.